Dienstag 08. Oktober 2019, 11:40 bis 12:20 Uhr Aussteller-Forum / Halle 8, Stand 8340 Forum

Mobiles prozesssicheres Verschrauben von sicherheitskritischen Schraubverbindungen

Egal ob im Maschinen-; Fahrzeug-; Anlagen; Apparate- und Stahlbau oder in der Windkraft in Kraftwerken oder in der Prozessindustrie überall gibt es eine große Anzahl sicherheitskritischer Schraubverbindungen ab M16 bis M95.

Jede einzelne fehlerhaft verschraubte Schraubverbindung birgt das Potential eines Versagens der Verbindung und somit von hohen Folgekosten. Oftmals liegt der Fehler aber gar nicht beim Schraubmonteur selbst sondern an Ursachen welche in der Produktion oder im Feld nicht bemerkt oder beeinflusst werden können.

Fehlerursachen können in der Schraubenqualität liegen, wie eine zu geringe Festigkeit der Mutter oder der Schraube; ein zu großes Gewindespiel oder eine zu geringe Reibungszahl an der unteren Grenze. Problematisch ist auch ein falsch berechnetes Drehmoment aufgrund unrichtiger Annahme von Parametern ( z.B. Reibbeiwert ). Aber auch beengt konstruierte Anwendungen - insbesondere das Abstützen außerhalb der Schraubverbindung - erschweren das Verschrauben sowie Bedienfehler wie eine falsche Parametrierung.

Maßnahmen für ein kostenreduziertes und prozesssicheres Verschrauben von sicherheitskritischen Schraubverbindungen ab M16 sind:

(a) Verschrauben ohne Abstützarm und ohne Gegenhalteschlüssel !
Indem Verbindungselemente wie z.B. verdrehsichere Unterlegscheiben mit Außenabstützprofil verwendet werden. Dies ermöglicht ein kostengünstiges, arbeitssicheres, reibwert-optimiertes und einfaches Verschrauben ohne Reaktionsarm und Gegenhalteschlüssel

(b) Auf das Drehmoment steuern und zeitgleich den Streckgrenzpunkt (rp 0,2) betrachten !
Mit dem mobilen hydraulischen Montage- und Analysever-
fahren „Drehmoment gesteuert, streckgrenzüberwacht (DGS)“.
In diesem Montageverfahren ist der Steuerwert das Soll-Drehmoment und der lineare Steigungsverlauf sowie der Drehwinkel die Kontrollgröße zum Prozessabschluss. Liegt eine Abweichung des linearen Verlaufs durch die Erkennung der Streckgrenze vor, wird der Prozess gestoppt und der Anwender gewarnt. Somit weiß der Anwender schon bei jedem einzelnen Anziehvorgang – also von vornherein - was er tut bevor es zu spät ist. Denn das System erkennt mögliche Prozessstörungen sowie deren Ursachen, Folgen und Hinweis auf den Ort. Alle Mindestanforderungen nach VDI / VDE 2862-Blatt 2 und mehr werden auch im Sinne von Industrie 4.0 erfüllt sowie alle erzeugten Daten in digitaler Form grafisch und textlich erfasst und automatisiert bereit gestellt.

(c) Gewichtseinsparung und wartungsarme- /-freie Schraubverbindungen !
Mit Hilfe des mobilen hydraulischen Montage- und Analyseverfahren „Streckgrenzgesteuertes Anziehen“ (SGA) können im Zusammenspiel mit einer fachgerecht dauerfesten Auslegung der Verbindungselemente ganze Komponenten insgesamt kleiner, schlanker und leichter konstruiert und somit von vornherein deutlich kostengünstiger hergestellt werden. Mit dem SGA werden Standard-Schraubverbindung mit Standard-Werkzeugen gradientengesteuert überelastisch angezogen und somit wartungsarm / -frei. Der Zweck von Schraubverbindungen wird sicher gestellt: Nämlich zwei oder mehrere Komponenten so zu verbinden, dass diese sich unter allen vorkommenden Betriebskräften stets wie ein Teil verhalten ! Selbst lackierte Bauteile lassen sich mit dem STRECKGRENZ gesteuerten Anzugsverfahren (SGA) prozesssicher Verschrauben. Auf Grund des hohen Vorspannkraftniveaus erhöht sich auch die Dauerschwingfestigkeit der Verbindung. Trotz überelastisch montierter Schraube wird die Verbindung elastisch betrieben und setzt nach Wegnahme des Verschraubungswerkzeugs sofort neue Belastungsreserven frei.


Referent/in:
Herr Patrick Junkers
HYTORC Barbarino & Kilp GmbH in D-82152 Krailling / Nähe München

 

Produktgruppe:

Schraubtechnik

 

Mein Messetag